Rauchwarnmelder retten Leben

!!! Die Übergangsfrist zum Nachrüsten von Rauchwarnmelder endete für Neu- und Umbauten am 31.12.2016 !!!
Die Frist für alle bestehende Wohnungen endete am 11.07.2012

 

Warum?artikel_rauchmelder

Jeden Monat verunglücken rund 35 Menschen tödlich durch Brände, die meisten davon in den eigenen vier Wänden. Die Mehrheit stirbt an einer Rauchvergiftung. Denn zwei Drittel aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht. Dies ist besonders tückisch, denn nachts ist der Geruchssinn ebenfalls im Schlafmodus.

Die jährlichen Folgen in Deutschland: Rund 400 Brandtote, 4.000 Brandverletzte mit Langzeitschäden und über eine Mrd. Euro Brandschäden im Privatbereich. Dies hat auch der Politik zu Denken gegeben. Mittlerweile existiert in allen Bundesländern eine Rauchwarnmelderpflicht.

Auch wenn Du nicht zu Hause bist, können Rauchwarnmelder die umliegenden Nachbarn alarmieren. So werden Brände schon oft in der Entstehungsphase entdeckt und können so schnellstmöglich von der Feuerwehr bekämpft werden.

 

Wo sind die Lebensretter anzubringen?

  • In Fluren, die zur Haustüre führen. Also zum Sichern des ersten Rettungsweges.
  • Selbstverständlich in Schlafräumen
  • In Kinderzimmern
  • Weitere können nach Bedarf angebracht werden. Die ersten drei Punkte sind jedoch Pflicht

 

Wer ist für die Anbringung verantwortlich?

Ganz klar, der Eigentümer. Für Mietwohnungen ist also der Vermieter hier in der Pflicht.

 

Welche Anforderungen sollte ein Rauchwarnmelder erfüllen?

  • Er sollte eine fest eingebaute 10- Jahres Batterie enthalten. Nach Ablauf dieser 10 Jahre muss er entsorgt werden. Das ist aber kein Nachteil, denn die Komponenten sind nach dieser Zeit eh durch Schmutz und anderen Ablagerungen verdreckt. Außerdem entspricht dann der neue Rauchwarnmelder wieder dem neusten Stand der Technik. Des Weiteren wird nach Ablauf der 10 Jahre bei allen Meldern die Funktion nicht mehr gewährleistet.
  • Der Alarmton muss mindestens 85 dB erreichen
  • Ein Testknopf (ruhig auch regelmäßig mal ausprobieren)
  • Der Rauch sollte von allen Seiten gleich gut in die Rauchmesskammer eindringen können
  • Schutz gegen Eindringen von Schmutz und Insekten
  • Er MUSS mit CE, der DIN EN 14604 und der Prüfnummer gekennzeichnet sein
  • Ein mit „Q“ gekennzeichneter Melder übertrifft die Mindestvoraussetzungen der DIN EN 14604
  • Kaufe am besten nur Melder, die mit dem VdS-Logo qvds_kriwan gekennzeichnet sind.

 

Was ist bei der Montage zu beachten?

  • Die Melder sollten möglichst am höchsten Deckenpunkt angebracht werden, damit der Rauch schnellstmöglich entdeckt werden kann.
  • Sie müssen jedoch min. 50 cm von Wänden entfernt angebracht werden. Dies gilt auch für Melder, die in Räumen mit Satteldächern u.ä. angebracht werden. Dies hat damit zu tun, dass der Rauch zunächst nicht in die Raumecken vordringt.

 

Wodurch entstehen häufig Täuschungsalarme?

Auch bei Rauchwarnmeldern gilt das Motto: „Kauft man billig, kauft man zweimal.“ Rauchwarnmelder mit geringer Qualität sind oftmals anfälliger für Täuschungsalarme.

  • Photoelektronik durch Schmutz, Insekten oder andere Ablagerungen verdreckt
  • Hohe Luftfeuchtigkeit, da dieser an der Photoelektronik kondensieren kann

 

Alles zum Thema Rauchwarnmelder findest Du auf der Seiterauchmelder-retten-leben-logo

Quellen: