Chronik

1926

Es war im August 1926, als der Maschinist der Wilhelmszeche, Albert Stalp, nachts auf dem Heimweg einen Scheunenbrand im Ortsteil Fehl entdeckte. Der Brand entwickelte sich rasch zu einem Großfeuer, dem schließlich 3 Wohnhäuser und 4 Scheunen zum Opfer fielen.
Obwohl keine Aufzeichnungen vorliegen, ist es anzunehmen, dass dies der Anlass zur
Gründung einer freiwilligen Feuerwehr in Fehl−Ritzhause war.

1934

Bürgermeister Schuster hatte alle männlichen Einwohner von 18−50 Jahren zu einer Versammlung eingeladen. Nach einem Vortrag über den Sinn und Zweck der Feuerwehr durch Kreisbrandmeister Popp Sen., meldeten sich 34 Personen für den Feuerwehrdienst. Als Löschgerät standen eine Handdruckspritze und 45 Meter Schlauch zur Verfügung.
Als erster Wehrführer wurde Walter Leis gewählt.

1939

Zum Kriegsausbruch wurde die Mehrzahl der Feuerwehrleute zur Wehrmacht eingezogen. Bis zu diesem Zeitpunkt ist in Fehl-Ritzhausen kein Brand verzeichnet.
Während des Krieges übernahmen die Frauen die Aufgaben der eingezogenen Wehrmänner.
Dies war wichtig, zumal gegen Ende des Krieges immer mehr Jagdbomber Angriffe auf den Bahnhof Fehl-Ritzhausen geflogen wurden.

1950

Es dauerte bis 1950, wo 15 Aktive sich wieder an den Neuaufbau der Feuerwehr machten.
Im gleichen Jahr wurde von Albert Steup ein Borgward gekauft und zum Feuerwehrfahrzeug umgebaut.

Großeinsatz: Brand des Sägewerkes Weber

1957

Der 1950 beschaffte Borgward wurde von einem weiteren Borgward abgelöst.

1959

Die Kameraden bekamen endlich die langersehnte neuste Technik in Form einer Tragkraftspritze 8/8.

1964

Das 30-Jährige Jubiläum wurde im Juli 1964 gefeiert. 29 Feuerwehren waren der Einladung zu diesem Jubiläum gefolgt. Die Teilnehmer des Festzuges hatten gerade das Zelt erreicht, als ein Wolkenbruch auf das Zelt niederging.

1965

Der zweite Borgward der Wehr wurde durch ein Tragkraftspritzenfahrzeug abgelöst, welches auf einem Fahrgestell von Mercedes aufgebaut war. Dieses Fahrzeug übernahmen unsere Kameraden von der Feuerwehr Siegen-Seelbach für 400 DM, wo es 1943 als LLG (leichtes Löschgruppenfahrzeug) seinen Dienst aufnahm.

1971

Großeinsatz: Brand des Kunststoffwerkes in Höhn an Ostern

1973

Der Spatenstich zum Neubau des Gerätehauses erfolgte und die Einweihung fand bereits im darauffolgenden Jahr statt.

1979

Die Feuerwehr Fehl-Ritzhausen stellte in diesem Jahr erstmals ein Neufahrzeug in Dienst. Ein TSF, aufgebaut auf einem VW LT. Bemerkenswert ist, dass abgesehen vom letzten Fahrzeug, welches von der Verbandsgemeinde Bad Marienberg beschafft wurde, alle anderen Fahrzeuge aus der Kameradschaftskasse bezahlt wurden. Wesentlich zur Finanzierung hat die Theaterspielgruppe beigetragen. Des Weiteren erhielt die FF Fehl-Ritzhausen eine Heumesssonde, um die Temperaturen in den Heustöcken messen zu können. Ihr Einsatzgebiet umfasst den nördlichen Teil der VG Bad Marienberg.

1980

Großeinsatz: Kurbadbrand am 01.01.1980 in Bad Marienberg

1984

Die Kameraden erfreuten sich am 50-jährigen Bestehen der Wehr.

1990

Gründung unserer Jugendfeuerwehr und Großeinsatz Kurbadbrand in Bad Marienberg

1997

Der Umbau des Gerätehauses konnte eingeweiht werden, womit die Wehr auch endlich wieder über eine zeitgemäße Unterkunft verfügte.

1998

Das fünfte Fahrzeug in der Historie der FF Fehl-Ritzhausen trat seinen Dienst an. Ein TSF auf Basis eines Merced Sprinters mit einem Kofferaufbau der Firma Schmitz.

1999

Die in die Jahre gekommene TS 8/8 wurde nach 40 Jahren Dienstzeit durch eine neue TS 8/8 ersetzt.

2009

Das 75−jährige Jubiläum wurde gebührend gefeiert. Durch die Tatkräftige Unterstützung und das tolle Zusammenwirken aller Kameraden und Unterstützer war auch dieses Fest, wie sollte es in „Ritzhause“ anders sein, ein voller Erfolg.

2011

Als neuste Erungenschaft beschaffte der Förderverein einen neuen Anhänger, auf welchem unter anderem ca. 400 m B−Schlauch in Buchten, ein Stromaggregat und ein Beleuchtungssatz verlastet sind.