Detektivarbeit auf vier Pfoten

Am 25.08.2017 hatte die Einsatzabteilung ganz besonderen Besuch. Unser Mitglied Martin Buchner hatte zusammen mit der Rettungshundestaffel des ASB (Arbeiter Samariter Bund) eine Übung ausgefeilt. Im Fokus stand hier jedoch nicht die gemeinsame, „stupide“ Suche einer vermissten Person. Vielmehr ging es darum Wissen zu vermitteln, um die Stärken der einzelnen Einheiten optimal verknüpfen zu können. In einem kurzen Vortrag durch den Vorsitzenden Henry, wurde die Arbeit der Rettungshundestaffel Westerwald und des ASB vorgestellt. Besonders beeindruckend ist das Portfolio dieser Truppe. Denn nicht „nur“ die Vermisstensuche gehört zu den Tätigkeiten der Staffel, sondern bspw. auch der Besuch von geistig beeinträchtigten Menschen und Sterbenskranken in Hospizen. Eine ganz tolle Geste, die den betroffenen Menschen sowie den Angehörigen ein bisschen Licht ins Dunkel bringt. Auch der sog. Wünschewagen wird u.a. von den Mitgliedern der Rettungshundestaffel betrieben. Beschafft wurde dieses spezielle Fahrzeug vom ASB. Es ermöglicht die medizinisch betreute Beförderung von Menschen. Und diese Fahrten sind etwas ganz besonderes. Denn diese führen zu den Orten, an denen Sterbenskranken ein letzter Wunsch, wie bspw. das letzte Mal das Meer zu sehen, erfüllt wird. Und das völlig ehrenamtlich!

Nach dem Vortrag starteten wir dann ins Freie. Dort wurde uns die Arbeit eines Personensuchhundes demonstriert. Vermisst wurde eine Frau. Bekannt war nur, dass diese vor 24 Stunden ihr Fahrzeug am Dorfgemeinschaftshaus verlassen hatte. Der pfiffige Beagle Tony verschaffte sich zunächst eine Geruchsübersicht. Nachdem er von seiner Hundeführerin eine Geruchsprobe bekommen hatte, zog dieser auch sogleich los. Nach wenigen Gehminuten war die „vermisste“ Frau dann auch gefunden. Das war eine sehr beeindruckende Leistung. Denn der Vierpföter ist genau der Spur gefolgt, die am Vortag abgegangen worden ist. Und dazu hatte es noch sehr kräftig geregnet, was sich nicht wirklich positiv auf die Haltbarkeit solch einer Spur auswirkt.

Im Wald angekommen, wurde uns noch die Arbeit zweier Schnüffelnasen demonstriert, welche auf die Flächensuche spezialisiert sind. Im Gegensatz zum Personenspürhund, zeigen diese jede Person an die sich im Suchgebiet befindet. Hat der Hund dann eine Person gefunden, bleibt er entweder bei ihr und bellt so lange, bis der Hundeführer/ -in da ist (ein sog. Verbeller). Oder er holt seinen Partner ab und führt ihn zu der Person (der sog. Rückverweiser). Auch diese Detektive fanden sehr schnell unsere zwei zuvor verschollenen Kameraden.

Im gemütlichen Beisammensein ließen wir dann den Rest des Abends ausklingen.

Ihr habt eine tolle und vor allem professionelle Hundestaffel auf die Beine gestellt. Hoch anzuerkennen ist auch, dass so viel Zeit und Leidenschaft investiert wird. Macht weiter so!

Infos zur Hundestaffel: http://www.rhs-rennerod.de

Oder via Facebook: https://www.facebook.com/ASB-Rettungshundestaffel-Westerwald-186554901378570/

Infos zum Wünschewagen: https://wuenschewagen.com/

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