Feuerwehrausflug Walsrode 2016

Alle drei Jahre organisiert der Förderverein der freiwilligen Feuerwehr Fehl-Ritzhausen einen mehrtägigen Ausflug für seine Mitglieder. Dieses Jahr war es wieder so weit. Es sollte nach Walsrode, in die schöne Lüneburger Heide gehen. Die Reise begann an Fronleichnam morgens um 8 Uhr mit strahlendem Sonnenschein. Damit alle gut den weiten Weg überstehen konnten, rasteten wir zunächst für ein gemeinsames Frühstück mit Wurst und Brötchen, und gegen Mittag für einen Besuch auf Schloss Berlepsch. So musste unterwegs niemand hungern, auch nicht obwohl wir wegen Staus erst gegen Abend und mit drei Stunden Verspätung im Hotel Forellenhof ankamen. Nun blieb nur eine Stunde um 53 erschöpfte Reisende auf ihre Zimmer zu verteilen, sich frisch zu machen und den ersten gemeinsamen Abend zu beginnen. Die Informationen, die wir vorab erhalten hatten, teilten uns mit, dass es ein Grillabend im “Schafstall” mit Versorgung durch den Löschzug werden sollte. Es stellte sich heraus, dass besagter Schafstall eine große umgebaute Scheune mit Bühne, Tanzfläche und Theke war, die sich zum Feiern ganz hervorragend eignete. Trotz der langen Busfahrt wurde es ein fröhlicher und gar nicht mal so kurzer Abend. Zu vorgerückter Stunde unterhielt die “Jugend” die übrige Gesellschaft mit einer spontanen Runde “Reise nach Jerusalem”, die ohne Verletzungen, aber mit vor Lachen schmerzenden Bauchmuskeln beendet wurde.
Nach einer für viele viel zu kurzen Nacht und einem Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen ließ, teilte sich unsere Gruppe am Freitag Morgen in drei Teile. Einige wollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen und den berühmten Vogelpark Walsrode besuchen. Andere nahmen das Angebot wahr, an einer Kutschfahrt durch die Lüneburger Heide bis zum grundlosen See teilzunehmen, um dort ein wenig spazieren zu gehen. Die übrigen Mutigen nahmen an einer Bauernolympiade teil, bei der es fünf Aufgaben zu bewältigen galt: Nägel in einen Baumstamm schlagen, Hufeisen auf einen alten Pflug werfen, Heuballenweitwurf, Kegeln auf der Naturbahn und schließlich einen Parcours in einem Oldtimer-Traktor befahren. So war für jeden etwas dabei und es wurde ein spaßiger Morgen, an dem nicht nur die Sonne lachte. Ansonsten stand an diesem Tag nur noch eine Besichtigung der hoteleigenen Brauerei auf dem Programm, an der teilnehmen konnte wer wollte. Der Rest des Tages stand zur freien Verfügung. Während sich die einen in Walsrode umsahen, speisten die anderen gemütlich im Restaurant, und wieder andere lieferten sich spannende Frisbee- und Ballmatches auf den Wiesen rund um das Hotel. Da die vorige Nacht schon nicht besonders lang war und das Programm des nächsten Tages noch früher beginnen würde, waren die abschließenden Barbesuche und Zimmerpartys nicht allzu ausgiebig. So konnte der nächste Tag frisch, fröhlich und ausgeschlafen begonnen werden. Jedenfalls fast.
Für halb 11 am Samstag Vormittag war eine Schifffahrt durch das Schiffshebewerk in Scharnebeck geplant. Innerhalb einer Stunde fuhr das Schiff in den sogenannten Trog, der samt Schiff etwa 30m angehoben wurde, drehte oben um und wurde wieder 30m abgelassen. Während der Fahrt hallten Informationen über die Lautsprecher zu Erbauung, Kosten und Technik des Hebewerks, das in den 70er Jahren das größte der Welt war. Wem diese Informationen noch nicht ausreichten, konnte anschließend die Ausstellung des Werkes besichtigen und dort das neu gesammelte Wissen noch vertiefen. Am Nachmittag ging die Reise bei immer noch strahlendem Sonnenschein weiter, teilweise sogar zurück bis ins Mittelalter. Bei einer Stadtführung durch Lüneburg malten die Stadtführer Bilder längst vergangener Zeiten. Von fast vergessenen Handwerken, zu imposanten aber längst überholten Hubtechniken, über die Architektur der verschiedenen Epochen, bis hin zur Leerung der “goldenen Eimer”, teilten sie ihr Wissen und brachten uns die lange und traditionsreiche Geschichte des schönen Lüneburgs näher. Mit einem gemütlichen Abend inklusive Buffet, Musik und Tanz endete der letzte Abend in Walsrode. Am nächsten Morgen sollte es zurück in den Westerwald gehen. Allerdings auch hier natürlich nicht ohne Zwischenstop. Nach einer sehr viel stilleren Heim- als Hinfahrt kehrten wir für ein letztes gemütliches Beisammensein in den Herborner Gutshof ein, bevor wir schließlich die letzten Kilometer nach Hause antraten. Trotz des ein oder anderen Missverständnisses mit dem Hotelpersonal, war es ein schöner Ausflug, an den wohl die meisten hin und wieder mit einem Lächeln zurückdenken werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.